Traumatherapie - SE

Foto: traurige Frau am Fenster mit Blick auf eine Winterlandschaft

Traumatherapie

Einen sicheren Ort finden, sich anvertrauen, Respekt begegnen, Wertschätzung erfahren.
Sich selbst entdecken, Fehler machen dürfen, sich entwickeln, Ressourcen finden und Potenzial entfalten. Die Erfahrung machen, dass es im Hier und Jetzt sicher ist.

Interview mit Claudia Wiemann zum Thema Trauma

Foto: Fußweg durch einen Buchenwald an einem nebligen Wintermorgen

Was ist ein Trauma?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Unfall-, Schock- und Entwicklungstraumata.
Zum Trauma wird ein Ereignis, wenn unsere Grenzen überschritten sind und verletzt wurden. Wenn unsere Schutzhülle verwundet wird und uns mit einem Gefühl der Überwältigung und Hilflosigkeit zurücklässt sprechen wir von einem Trauma.
Oft liegt das Ereignis im Nebel.


Beispiele für Traumata

Traumatisierende Erlebnisse haben vielerlei Gestalt. Verkehrsunfälle, Operationen, schwere Krankheiten, Fehlgeburten, Verletzungen, der Verlust eines nahen Menschen, Vernachlässigung in der Kindheit oder pränatale Bedrohung im Mutterleib gehören genauso dazu wie Krieg, Naturkatastrophen oder sexualisierte Gewalt. Auch scheinbar gewöhnliche Ereignisse wie Partnerschaftskonflikte oder eine Geburt können zu einem Trauma führen.

Foto: Depressive Frau (hält sich den Kopf/die Stirn)

Foto: Junge Frau mit Kopfschmerzen

Entstehung von Traumata

Welches Ereignis zum Trauma wird, ist nicht abhängig von der Schwere des Ereignisses, sondern von den Verarbeitungsmöglichkeiten durch unser autonomes Nervensystem. Wenn wir nicht handeln können, z.B. fliehen oder kämpfen, dann ist die Situation, das Ereignis zu überfordernd, zu überwältigend, es ist zu schnell und zu viel, um in der Situation verarbeitet zu werden. Wir erstarren bei maximaler innerer Erregung.


Folgen von Traumata

Wenn wir das Ereignis nicht aus unserem Nervensystem entladen können, bleiben wir in permanentem Alarmzustand. Wenn ein Ereignis unsere Bewältigungsmöglichkeiten übersteigt wird unsere Lebenskraft und Lebendigkeit blockiert.
Unerklärliche Unruhe, die Unfähigkeit sich zu beruhigen oder sich zu freuen sind mögliche Folgen. Manchmal liegt auch alles einfach nur im Nebel.
Die Liste möglicher Symptome ist lang: Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Überaktivität, unkontrollierbare Wutausbrüche, Panikattacken, Nacken- und Rückenprobleme, Gefühle von Entfremdung, Dissoziation, Suchtverhalten, Bindungsunfähigkeit, Ängste, Erschöpfung, Probleme mit dem Immunsystem, Depression, Burnout oder chronische Schmerzen.

Foto: Baum im Nebel

Den Nebel lichten…
Wahrnehmen, erkennen, ins Spüren kommen, Ressourcen finden

Meine Arbeit als Somatic Experiencing Practitionerin (SEP) - Traumatherapie

In Somatic Experiencing (SE)® ist es eine Grundhaltung, dass Trauma keine Krankheit oder Störung ist. Die körperliche und seelische Reaktion auf ein traumatisches Ereignis ist eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis. In SE ist es möglich, inhaltsfrei zu arbeiten, wenn z.B. ein Thema zu belastend erscheint oder Ereignisse nicht erinnert werden. Wir orientieren uns an aktuellen Gefühlen und Körperempfindungen. Es genügt, dass der Körper sich erinnert. Somatic Experiencing (SE)® arbeitet vor allem mit der körperlichen Reaktion auf traumatische Ereignisse. Die Therapie wendet sich dabei an das für das Trauma zuständige autonome Nervensystem. Dieses ist nicht dem bewussten Willen unterworfen. Es kann nur eingeladen werden – durch wertfreie Aufmerksamkeit.

Ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit liegt darin für den Klienten einen sicheren Raum zu schaffen, so dass es möglich wird, das Trauma der Vergangenheit zuzuordnen, und dass es, im Hier und Jetzt sicher ist und keine Bedrohung besteht.

Grenzen lassen uns erkennen, dass es ein Du und ein Ich gibt, sie lassen uns erkennen, „wo ich im Vergleich zum Rest der Welt beginne“. Wir fühlen uns verletzt, wenn wir uns in die eigene Haut schneiden. Ähnlich empfinden wir, wenn wir das Gefühl haben, dass unserer persönlicher Raum missachtet oder verletzt wird, wie z.B. durch Gewalt. Eigene Grenzen müssen nicht nur gedacht, sie müssen gespürt werden. Dazu gibt es verschiedene Übungen, damit die eigenen Grenzen erfahren werden und verteidigt werden können.

Viele Menschen spalten das Erlebte ab, ziehen sich zurück, deshalb ist es wichtig, den Menschen wieder ins Spüren zu bringen. Unterschiedliche Methoden machen es möglich Emotionen körperlich wieder wahrzunehmen, das gilt für gute wie schmerzliche Gefühle gleichermaßen. Uns wieder zu spüren ist der erste Weg Richtung Heilung.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist das Thema Selbstwirksamkeit. Durch die Überwältigung des Ereignisses empfindet man sich als Opfer, als ausgeliefert sein. Im hier und jetzt wieder ins Handeln zu kommen bringt den Klienten in die Selbstwirksamkeit und dadurch raus aus der Opferrolle hin zu mehr Lebensqualität. Trauma bedingte Erstarrung wandelt sich in ein Gefühl von Handlungsfähigkeit, von „Ich kann nicht“ zu „Ich kann

Auch nach Jahren, sogar Jahrzehnten, kann man mit SE traumatische Erlebnisse verarbeiten und integrieren. Es ist nie zu spät – sich ganz neu zu entfalten…

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Einen sicheren Ort finden, sich anvertrauen, Respekt begegnen, Wertschätzung erfahren.
Sich selbst entdecken, Fehler machen dürfen, sich entwickeln, Ressourcen finden und Potenzial entfalten. Die Erfahrung machen dürfen, dass jeder Mensch einzigartig ist.

 

Anrede
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Foto Claudia Wiemann